Eine Kreuzfahrt, die ist lustig…
Nicht immer läuft alles auf einer Reise auf dem Meer harmonisch und organisatorisch korrekt ab, siehe die „Baltic Charisma“.

Titel: Die Überfahrt
Autor: Mats Strandberg
ins Deutsche übersetzt von Antje Rieck – Blankenburg
ca. 500 Seiten
Genre: Horror
erschienen bei Fischer TOR
Handlung
Die Passagiere an Bord der schwedischen Ostsee-Fähre Baltic Charisma wollen vor allem eins: sich amüsieren, und zwar um jeden Preis. Ob sie mit der besten Freundin tanzen gehen oder Junggesellenabschiede feiern, ob sie nach der Liebe ihres Lebens suchen oder vor den Dämonen des Alltags fliehen – die Nacht ist lang, und der Alkohol fließt reichlich.
Fast bleiben dabei die beiden dunklen Gestalten unbemerkt, die sich übers Autodeck an Bord schleichen: eine Mutter und ihr Kind. Mit ihnen betritt ein uraltes Grauen das riesige Schiff, und es wird zur tödlichen Falle. Die Angst geht um auf der Baltic Charisma …
Mein Eindruck
Ein Sticker auf dem Buch zitiert Dagens Nyheter mit den Worten: „Der schwedische Stephen King“.
Strandberg mit King zu vergleichen, war wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen, die Marketingstrategie wurde aber dennoch nicht verfehlt, denn auch ich habe es mir (vielleicht sogar wegen dem Aufkleber auf dem Buch) gekauft.
Ja, die Angst geht um auf der Fähre Baltic Charisma. Irgendetwas hat sich an Bord geschlichen, etwas was ganz und gar übles…
Das Buch gibt in kurzen Kapiteln abwechselnd die Gedanken einzelner Menschen wieder, die an Bord der Charisma arbeiten oder als Gäste eingezogen sind. Auch die Fähre selbst kommt in einigen Kapiteln zu Wort und der Leser bekommt einen groben und spannenden Überblick über die Geschehnisse, bzw. über die Wandlung der Baltic Charisma, von einer familiären Urlaubsfähre mit Tradition zu einer Todesfalle ohne Ausweg.
Das Buch ist kein Thriller, sondern ein Horrorroman. Blut fließt so einiges und es kann aufgrund von wiederholten Darstellungen auch hin und wieder mal der „Das hatten wir doch schon mal-Effekt“ auftreten.
Für mich haben die Wiederholungen aber durchaus Sinn ergeben, da ich mich als Leser an die Charaktere, einer unterschiedlicher als der andere, geklammert hatte und jedesmal theatralisch seufzen musste, wenn „es“ mal wieder jemand liebes und sympathisches erwischt hatte.
Gerade dem Grauen auf engstem Raum ohne Ausweg gegenüberzustehen war mit ein ausschlaggebender Punkt, warum ich mich für die Überfahrt entschieden habe.
Das Buch ist sicherlich kein Meisterwerk und es kommt auch schwer an die Werke von Stephen King heran, aber es war spannend und gut geschrieben und ich fühlte mich gut unterhalten.
Mein Fazit
Für Fans von Horrorgeschichten in ausweglosen Situationen kann ich das Büchlein nur empfehlen.
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Ich habe bisher noch an keiner Kreuzfahrt teilnehmen dürfen und habe dies in nächster Zeit auch nicht vor, weil ich einfach nicht der Typ dafür bin (denke ich). Vielleicht würde es mir ja auch gefallen, aber ich verbringe meinen Urlaub lieber auf Land und bin ungebunden.
Habt ihr schon mal eine Kreuzfahrt gemacht oder würdet ihr gerne eine unternehmen?
Und habt ihr das Buch gelesen?
Habt ein tolles Wochenende. 🙂
Eure Melli




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