Buchrezi: Heike Rommel – Nacht aus Eis

Heike Rommel - Nacht aus Eis

Heike Rommel – Nacht aus Eis

Als waschechte Ostwestfalin – man ist stur, grüßt nur mit einem leichten Kopfnicken (wenn überhaupt) und geht zum Lachen in den Keller – musste ich leicht schmunzeln, als ich das Buch von Heike Rommel „Nacht aus Eis“ entdeckte! Ich hatte doch tatsächlich einen waschechten Regionalkrimi aus Bielefeld entdeckt! Juhu. Also wartete ich nicht allzu lange und vertiefte mich gleich in den OWL-Schmöker…


Ein düsteres Wäldchen trennte den Weg von der Straße. Schon von Weitem konnte man die Lücken im Dachstuhl des Hauses erkennen. Die orangefarbenen Absperrbänder waren das einzige Farbige in der schwarzweißen Winterödnis.

Es ist kalt in Bielefeld. Kurz bevor das Jahr zu Ende geht, wird in einem verfallenen Bauernhaus die Leiche einer jungen Frau gefunden. Kommissar Dominik Domeyer hat die Tote nach Durchsicht der aktuellen Vermisstenanzeigen rasch identifiziert. Es handelt sich ausgerechnet um die sechzehnjährige Freundin seines jüngsten Sohnes. Hat Robin möglicherweise etwas mit dem Mord an dem Mädchen zu tun?

Der Verdacht, der plötzlich auf seinem Sohn lastet, lässt in Domeyers Familie zahlreiche Konflikte aufbrechen und auch auf der Arbeit läuft es alles andere als rund: Domeyers neuer Chef, der ihn von Anfang an auf dem Kieker zu haben scheint, entfernt ihn wegen Befangenheit aus der Mordkommission und setzt ihn auf eine Vermisstensache an, die zunächst nach einer belanglosen Routineermittlung aussieht.


Das Buch hat mir gut gefallen, vor allen Dingen weil es natürlich auch um meine Wohngegend Ostwestfalen-Lippe ging. Ich arbeite hauptberuflich in Bielefeld und da dieser Mordfall im Buch auch noch ausgerechnet im Ortsteil Schildesche geschah, wo ich von 7.30 bis 16.00 jeden Tag „schufte“, fand ich das ganz amüsant! 🙂 Allerdings fand ich die Familie um Dominik „Dodo“ Domeyer recht uninteressant (na was für ein Spitzname…) . Mir wurde die Familie mit zu vielen Details vorgestellt, es ging einfach alles zu schnell. Fast alle Familienmitglieder und auch Dominik’s Arbeitskollegen haben natürlich eine Vergangenheit und die Autorin wollte wohl in diesem Buch von jedem eine detaillierte Vorstellung schreiben, was ja auch okay ist, aber das war mir einfach alles zuviel des Guten. Den Fall an sich fand ich sehr spannend, das Buch liest sich sehr angenehm und mit 396 Seiten ist es auch kein Wälzer. 🙂 Der Fall ist an sich zwar abgeschlossen, aber ich denke, das wird nicht das letzte Buch um Kommissar Domeyer gewesen sein.  Für mich allerdings schon. Es war nett, sich einmal mit Bielefeld auseinander zu setzen, aber ich belasse es bei „Nacht aus Eis“.  Damit ist jetzt glücklicherweise die Bielefeld – Verschwörung aufgedeckt, denn Heike Rommel beweist: Bielefeld gibt es wirklich! 🙂

 Nacht aus Eis: Kriminalroman aus Bielefeld

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Über Melanie

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