Gelesen: Idaho von Emily Ruskovich

Ach, ich weiß doch auch nicht, warum das Lesen bei mir zur Zeit so schleppend verläuft! Naja, vielleicht schon: Es liegt an den Büchern.

Emily Ruskovich - Idaho

Emily Ruskovich – Idaho

Titel: Idaho

Autorin: Emily Ruskovich
ca. 370 Seiten

Genre: Gesellschaftsroman, Belletristik

erschienen im Hanser-Literaturverlag
Liebevoll kopierter Klappentext von der Verlagsseite

Ein flirrender Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Ist es Gnade, dass der Vater, Wade, langsam sein Gedächtnis verliert? Bald wird er nicht mehr wissen, welche Tragödie sich an jenem Tag abgespielt hat, wie seine Töchter hießen und seine Frau, Jenny, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Auch Ann, die Frau, deren Liebe groß genug ist, um zu Wade in das leere Haus zu ziehen, wird nie den Hergang der Tat erfahren. Aber mit jedem Tag an Wades Seite erkundet sie genauer, was damals geschehen ist, und nimmt schließlich Kontakt zu Jenny auf.
Mein Eindruck

Der Klappentext verrät glücklicherweise schon etwas über das Buch, nämlich, dass auch Ann, die neue Frau an Wades Seite, genauso wie die Leser des Buches nie den Tathergang erfahren werden. Nach dem Lesen von Idaho bin ich genauso schlau wie vorher, denn das Buch konnte mich nicht begeistern.

Sprachlich ist das Buch wirklich gut. Ein ausschweifender Schreibstil, mit dem die Autorin mir das flirrende Idaho näher brachte, ist vorhanden. Leider musste aber auch aufgrund des Stils alles bis ins kleinste Detail analysiert werden und so fehlte es Idaho einfach an Inhalt.

Was da so genau passiert an dem gewissen Tag, das erfährt der Leser nicht. Es erfährt selbst Ann nicht, die sich aus unerklärlichen Gründen aufgibt und nur noch für die geheimnisvolle Familie lebt und alles dafür tut, damit das Andenken, der in ihren Augen anbetungswürdigen Menschen in Ehren gehalten wird.
Mein Fazit

Wer Protagonisten gerne beim Denken und Analysieren zur Seite stehen möchte, dafür aber auch ohne Story auskommt, dem empfehle ich Idaho. Allen anderen eher nicht.

Wem solche Bücher gefallen, dem gefällt bestimmt auch dieses hier (hat mir ja auch nicht gefallen und geht in eine ähnliche Richtung)

Die Terranauten von T.C. Boyle

Welches Buch eine ähnliche Erzählweise hat, mir dagegen aber sehr gut gefallen hat, war dieses hier:

Summertime von Vanessa LaFaye

Ich habe schon viele Bücher gelesen, die sehr ausschweifend geschrieben wurden, aber kaum Handlung aufwiesen. Stephen King schreibt ja auch lieber mehr als weniger, trotzdem hält sich das bei ihm immer sehr gut die Waage.

Naja. Jetzt lese ich „Drive In“ von Joe R. Lansdale. Mal schauen. 🙂

Habt einen schönen Tag!

Eure Melli

Über Melanie

Ich bin Bloggerin und Bastlerin aus Leidenschaft, schreibe Ratgeber und zocke Spiele auf Mixer. :-)
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2 Antworten zu Gelesen: Idaho von Emily Ruskovich

  1. Kerstin schreibt:

    Ich weiß gerade nicht was ich zuerst und zuletzt lese. Ich könnte momentan den ganzen Tag lesen. Habe nur nicht die Zeit dafür. Aber ich weiß, es wird auch wieder eine Phase geben, in dem mich die Bücher vom Nachttisch aus anschauen und fragen: Warum nimmst du mich nicht endlich in die Hand.
    LG Kerstin

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    • Melanie schreibt:

      Das ist doch eine sehr schöne Sache! 🤗Momentan geht es bei mir auch wiedee aufwärts. Ich habe ein dickes Buch beiseite gelegt und lese jetzt „Hotline“ von Jutta Maria Herrmann, was echt spannend ist! Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Spaß beim Lesen wünsche ich dir!

      Gefällt 1 Person

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