Gelesen: Im Jahr des Affen von Que Du Luu

Wir leben im Jahr des Affen, geht man nach dem chinesischen Kalender.

Affen-Geborene geizen nicht mit Verspieltheit, Kreativität und Humor, aber auch nicht mit Neid oder Hochnäsigkeit.

Da ich im Zeichen des Sockenäffchens geboren wurde, blieb mir keine Wahl, als „Im Jahr des Affen“ im Mai zu lesen und es war ein Buch, welches ich sehr gerne gelesen habe!

Von dem ich anfangs dachte, es würde sich um eine reine Liebesgeschichte und ums „anders sein“ handeln, aber falsch gedacht, es kam dann doch ganz anders. 🙂

Que Du Luu - Im Jahr des Affen

Que Du Luu – Im Jahr des Affen

Titel: Im Jahr des Affen

Autorin: Que Du Luu

Genre: Jugendroman

empfohlen für Leser/innen ab 14 Jahren.

ca. 280 Seiten

erschienen als eBook und Gebundene Ausgabe bei Königskinder.

Handlung

Auszug aus dem Klappentext

Mini ist eine Banane: außen gelb und innen weiß. Ihr Vater hingegen bleibt durch und durch gelb: Er spricht nur gebrochen Deutsch und betreibt ein Chinarestaurant. Als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, muss Mini im Restaurant schuften, sich mit dem trotzigen Koch streiten – und sie kann Bela nicht wiedertreffen, bei dem sie so viel Ruhe gefunden hat. Dann reist auch noch Onkel Wu an. Der traditionsbewusste Chinese holt die Vergangenheit wieder hoch: das frühere Leben, die gefährliche Flucht als Boatpeople aus Vietnam. Poetisch, klug, unterhaltsam: Der ungewöhnliche Roman erzählt von der Tragik des Andersseins, der Suche nach Heimat – und der Suche nach Glück.

Que Du Luu

Que Du Luu, 1973 geboren in Saigon/Südvietnam, ist chinesischer Abstammung. Nach Ende des Vietnamkriegs flüchtete sie wie Millionen andere Boatpeople über das Meer. In Bielefeld betrieb die Familie ein China-Restaurant. Luu erhielt u. a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und den Hohenemser Literaturpreis. Nach zwei Erwachsenenromanen ist „Im Jahr des Affen“ ihr erstes Buch bei Königskinder.

Meine Meinung

Zum Buch „Im Jahr des Affen“ kann ich nicht viel negatives sagen. Zuerst dachte ich, es dreht sich alles um die Liebelei zwischen Hauptprotagonistin Mini und ihrem Schulfreund und Schwarm Bela. Glücklicherweise war dies aber nicht die Hauptgeschichte, sondern handelte von Mini und ihrem Vater und ihrem Leben als Einwanderer in Deutschland.

Vor allem geht es in diesem Buch um die Zugehörigkeit: Mini lebt seit sie 4 Jahre alt ist in Deutschland, kennt kaum noch etwas von der traditionellen chinesischen Kultur, fühlt sich aber dennoch nicht richtig angekommen. Sie weiß einfach nicht, wohin sie gehört.

Jugendliche und auch Erwachsenen kann ich dieses Buch sehr empfehlen, denn es zeigt auf eine humorvolle, aber auch sehr ernste Weise, mit welchen Barrieren Einwanderer und Kriegsflüchtlinge in Deutschland zu kämpfen haben.

Außerdem ist es ein Buch, dessen Handlung unmittelbar in meinem Heimatort spielt! Ich wohne im Kreis Herford und es war herrlich, im Buch Ecken und Orte wieder zuerkennen. Das hatte ich so bisher auch noch nicht erlebt.

Mein Fazit

Das Leben als chinesische Einwandererfamilie in Deutschland. Oft nicht leicht, oft aber auch sehr erheiternd. Daumen hoch.

 Im Jahr des Affen

Weitere Bücher aus dem Königskinder-Verlag seht ihr in der Übersicht auf der Verlagsseite.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Grüsse aus dem Kreis Herford (ach ja, seit kurzem Hansestadt Herford) schickt euch Melli! 🙂

 

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Über Melanie

Ihr findet mich auf Twitter und bei Dawanda. Betreibe außerdem einen Ebay-Shop mit Schwerpunkt Washi Tapes! Liebe es zu lesen und zu basteln!
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5 Antworten zu Gelesen: Im Jahr des Affen von Que Du Luu

  1. Liebe Melli,
    ich habe das Buch ebenfalls gelesen und fand es auch total gut. Wie cool, dass du aus der Gegend kommst! Ich habe mich sehr angestrengt, mir alles vorzustellen, weil es viel zu der Stimmung des Buches beiträgt – wer weiß, ob ich damit richtig lag 🙂
    Liebe Grüße,
    Anna

    Gefällt 1 Person

    • Melanie schreibt:

      Hallöchen Anna,
      es freut mich, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat! 🙂
      Es war echt verblüffend, diese ganzen Orte wieder zu erkennen. Meistens werden als Handlungsorte ja Großstädte wie Berlin oder Hamburg gewählt, aber das kleine Herford…unglaublich! 🙂
      Selbst das China-Restaurant (mit anderem Namen) kenne ich, ich war dort bloß noch nie essen! 😀
      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Mel’s Jahresrückblick 2016 | Lesezauber

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